Macao

Eine ehemalige portugiesische Kolonie in der Nähe von Hongkong ist Macao. In der Volksrepublik China wurde sie 1999 als zweite Sonderverwaltungszone integriert. Sehenswürdigkeiten, welche aus der Kolonialzeit stammen, gibt es hier viele. "Monte Carlo des Ostens" wird Macao genannt, da hier das Glücksspiel und der Tourismus die Haupterwerbsquelle sind. Kantonesisch und Hochchinesisch sind die Amtssprachen in Macao. Die Herstellung von Feuerwerkskörpern und Textilien sind besonders bedeutend in der Wirtschaft. Erst 1277 wurde Macao von den Mitgliedern der südlichen Sung-Dynastie bewohnt. Vorher wurde es als unbewohnt verzeichnet. 1516 kamen die Portugiesen hierher und es war nur als eine Fischersiedlung bekannt.

Auf dem Weg von Lissabon nach Nagasaki nutzten die Portugiesen Macao als Handelsposten. Unter chinesischer Souveränität wurde 1680 der erste portugiesische Gouverneur eingesetzt. Das Wahrzeichen der Stadt, die Pauluskirche, wurde 1835 durch einen Taifun zerstört. Heute kann man noch die Fassade besichtigen. Das Glücksspiel wurde 1847 in Macao legalisiert, da das Hafengeschäft immer mehr nach Hongkong überging. Als unabhängig von China wurde Macao im Jahr 1849 erklärt, als die Portugiesen versuchten die vollständige Gewalt zu gewinnen.

1949 forderte die chinesische Regierung Macao zurück, womit diese sich aber nicht durchsetzten konnte. Als 1966 die Portugiesen versuchten Macao an China zurückzugeben, wurde dies abgelehnt und erst 1999 gaben diese die Souveränität an China zurück. Zu den bekannten Sehenswürdigkeiten in Macao gehören unter anderem der Macao Tower, das Casino Lisboa, und das Grandprix Museum. Zu den Bildungsstätten gehören das Polytechnische Institut von Macao und die Universität von Macao. Ebenso gibt es in Macao das International Institut for Software Technology der United Nations University. Macao International Airport ist ein eigener Flughafen, über den Macao seit 1995 verfügt.