Die größte Insel Hongkongs ist Lantau Island mit einer Größe von 146,38 km² und 45.000 Einwohnern. Diese Insel liegt gegenüber der Mündung zum Perlfluss. Sie gehört Verwaltungsmäßig zum Islands Distrikt und zu einem kleinen Teil zum Distrikt Tsuen Wan im Nordosten. Spuren für menschliches Leben in der Jungzeit und der Bronzezeit fand man bei Ausgrabungen im Südwesten. Als Basis für Piraten und Schmuggler diente die Lantau Insel, ebenso wie die Chueng Chau.
Lantau gehörte zu den ersten Handelsplätzen im Perlflussgebiet der Europäer und wurde in den 1510er Jahren durch die portugiesischen Händler aufgebaut. 1517 wurde dies jedoch, wegen eines Angriffs von Chinesen Truppen, wieder aufgegeben. Lantau Island gilt als bergige Insel, obwohl die höchste Erhebung der Insel, der Berg Lantau Peak, nur 934 Meter hoch ist. Da sie noch sehr naturbelassen ist und einen großen Waldbestand aufweist, wird die Insel auch als “Lunge Hongkongs” bezeichnet.

Ein Privates Gebiet ist die Bucht Discovery Bay im Nordosten. In einer Siedlung wohnen hier seit 1982 etwa 14.300 Auswanderer und Expatriates aus über 30 Nationen. Sie war bis in die 90er Jahre nur mit dem Schiff erreichbar und daher sehr ländlich geprägt. Eine Zug- und Straßenanbindung wurden mit dem Bau des Internationalen Flughafen Hongkong Chek Lap Kok, im Jahr 1998, gebaut. Das Hong Kong Disneyland eröffnete hier im Jahr 2005.
Zu den Sehenswürdigkeiten auf Lantau Island gehören das Po Lin Kloster auf dem Ngong-Ping-Plateau, die Tai O, ein Fischerdorf und eine Touristenhochburg, welches über 300 Jahre alt ist, die Festung Tung Chun Fort, welche 1817 erbaut worden ist und das an der Ostküste befindliche Trappisten Kloster Trappist Haven.