Hongkong | Chinas Metropole am südchinesischen Meer

 

Das religiöse Hongkong

95% der Bewohner Hongkongs sind Chinesen, würde man alle Bewohner der Metropole fragen welcher Religion sie denn angehören würden, wäre es möglich, dass die meisten Menschen sagen würden: keiner. Doch das trügt. Neben der Tatsache, dass z.B. Ngong Ping ein äußert religiöser Charme anhängt, der durch das dort befindliche Kloster unterstrichen wird, lassen sich in Hongkong selbst zahllose Religionen und ihre Vertreter finden. Hongkong gewährleistet das Recht auf religiöse Selbstbestimmung und ermöglicht dadurch das friedliche Zusammenleben aller Menschen, unabhängig ihres Glaubens.

In der Metropole lassen sich folgende Glaubensrichtungen finden: Der Buddhismus und der Taoismus, die den traditionellen chinesischen Glauben vertreten,  der Konfuzianismus, welcher sich auf den Philosophen Konfuzius bezieht, welcher im alten China lebte, das Christentum, welches durch eine im 19. Jahrhundert errichtete Mission seinen Weg nach Hongkong fand. Des Weiteren findet man protestantische, jüdische, islamische Gemeinden, ebenso wie Vertreter des Hindu und des Sikh.

Der Buddhismus und der Taoismus haben eine erhebliche große Anzahl von Anhängern, auch lassen sich über 600 Tempel in Hongkong und Umgebung finden, wobei manche Tempel mehr als 700 Jahre alt sind. Zwischen den beiden Religionen, die einiges gemeinsam haben, gibt es jedoch mehrere Unterschiede, wobei die größte Differenz die Einstellung zum Leben selbst ist. Buddhisten empfinden das Leben als “leiden”, wobei das Streben zum “Nirvana”, dem Nichts aus dem Alles besteht, oder die Erleuchtung, welche durch das Folgen der acht Pfade Buddhas, das Ziel ist. Taoisten hingegen empfinden das Leben als “gut” und folgen einem ähnlichen Konzept wie das Streben nach Erleuchtung. Beim Taoismus wird das Ziel der “endgültigen Verwandlung” verfolgt, was bedeutet, dass die Seele nach dem Tod nicht stirbt, sondern dass diese auch durch die Welt der Unsterblichen reisen kann.

Der Konfuzianismus hat einen besonders hohen Stellenwert und prägte politische, soziale und wirtschaftliche Systeme in China. Konfuzius lehrte seine fünf Lehren, die sich auf den zwischenmenschlichen Umgang beziehen, unterstrichen durch die Wichtigkeit von Tradition. Neben Menschlichkeit, Güte, Gerechtigkeit, Weisheit und ethisches Verhalten, welches die fünf Pflichten darstellen stehen die drei sozialen Pflichten, die sich aus ebendieses Lehren ableiten lassen. Darunter fallen kindliche Pietät, was so viel bedeutet wie Verehrung von Alter und Ahnen, Loyalität und sowie die Wahrung von Anstand und Sitte, was nicht nur zwischen Menschen, sondern auch gegenüber der “übersinnlichen Welt”, gilt.

Weitere Artikel:

<<

>>

Suche

Fakten

  • Land: China
  • Sonderverwaltungszone Hongkong
  • Fläche: 1.108 km²
  • Einwohner: 7.008.900
  • 6054,5 Einwohner pro km²
  • Währung: Hongkong-Dollar
nach oben